Wir gingen gemeinsam den langsamen Weg. Wir waren ein Club der langsamen Buben, die sich zu dritt im Studio einsperren, um sowohl nach dem Archaischen, als auch nach dem Technologischen in der Musik zu angeln. Wir schrieben Songs, alt und neu zugleich. Ob dies ein großer Wurf werden würde, fragten wir uns noch kokett, und dann kam doch alles anders.

Nun, da unser Album fertig ist, fühlt sich unsere Musik ganz anders an, als ich es mir gedacht hätte. Wenn ich unsere Lieder jetzt höre, erklingt der Soundtrack von vier schönen Jahren, in denen ich zwei „soul brothers“ begleiten durfte. In den sommerlichen Sessions verwoben wir unsere musikalischen Wurzeln und wollten im Sound wachsen. Das Studio wurde uns Frei- und Rückzugsraum. Doch ist es nun ein Abschluss, was sich mir bis vor Kurzem noch als Aufbruch in eine neue Phase darstellte.

Die Songs auf „House of Sleep“ handeln vom Träumen, der großen Müdigkeit und allen anderen Bewusstseinszuständen zwischen Wachen und Schlafen.


Seit 1986 in der Musik-Szene aktiv, erst als Bassist und Sänger tätig, später vor allem als Produzent und auch als DJ.

1996 gründete Wolfgang Schlögl mit Freunden die Band Sofa Surfers. 2003 erschien unter dem Pseudonym I-Wolf sein Solo-Album Soul Strata, das unter anderem als erstes österreichisches Album Platte des Monats im Magazin Spex war, und 2004 mit dem Amadeus in der Sparte „fm4 alternative act“ ausgezeichnet wurde.

Neben Europa-Tourneen und Shows in den USA produzierte er in Lissabon zwei Alben der portugiesischen Abstract-Jazz und Electronics Gruppe Hipnotica. Weiters produzierte er Alben der österreichischen Bands TNTJackson, When the music is over, sowie Alben von Mia Zabelka und Manfred Hofer.

Mit den Sofa Surfers komponierte er die Musik zu Wolfgang Murnbergers Wolf Hass Verfilmungen Silentium, Der Knochenmann, Komm, süßer Tod sowie Produktionen anderer österreichischer Filmemacher.

Seit 2004 widmete sich Wolfgang Schlögl vermehrt der Theatermusik und komponierte für Produktionen des Burgtheaters, des Wiener Schauspielhauses, der Wiener Festwochen und des Schauspielhauses Basel.

Zahlreiche Kollaborationen - unter anderem mit Attwenger, Mia Zabelka, Manfred Hofer, Dälek und Shaun Ryder - runden sein Schaffen der letzten Jahre ab.

Mit Hansi Lang und Thomas Rabitsch arbeitet Schlögl seit 2004 zusammen.

www.i-wolf.org