seit geraumer zeit frage ich mich, ob ich vollkommen verrückt bin, zu glauben, ich könnte den menschen etwas über die liebe erzählen. oder ist das der zauber? dass da einer über etwas spricht, von dem er nichts weiß? denn der zauber, der sie betört, ist nur meine sehnsucht, mein singen. mein talent nur meine einsame suche. eine suche nach einem vater, eine suche nach identität, eine suche nach familie und liebe.

der slow club ist wie eine liebe, die nicht enden kann, weil sie unsterblich ist, weil man nicht vergessen will, was war. es gibt einen argentinischen tango mit der textzeile:.....und wenn sie ihr kleid auszog war es wie das geräusch von orangenblüten, die zu boden fallen......das ist der slow club, und wer will so etwas schon vergessen?

und auf der anderen seite, wer will schon den ganzen tag kindern zuhören, die über etwas reden, von dem sie nicht einmal wissen, wie sie es sich wünschen sollen.....

der slow club, das sind die stunden nach mittag, wenn die hitze am schlimmsten ist und alle fenster abgedunkelt und offen sind, eine leichte kühle brise streift durch die wohnung am hafen, man hört entferntes lachen und singen durch die vorhänge, die sich sanft im wind bewegen und dabei die nassen und geröteten unterleiber der liebenden berühren - ganz leicht nur

.....vielleicht ist der slow club auch nur so etwas wie eine antwort auf den heutigen tag, und vielleicht tut es gut, dinge zu tun, die heute keinen sinn machen....

die musik und die liebe…, früher, als ich jung war, konnte ich diese zwei dinge noch unterscheiden, heute…will ich es nicht mehr.


Seit 1975 als Sänger aktiv - unter anderem bei der Hallucination Company und Marianne Sägebrechts legendärer Opera Curiosa. Ab 1980 schrieb Hansi Lang mit seinen Soloprojekten österreichische Musikgeschichte und wurde zur Kultfigur der New Wave Szene. Seine Hymnen wie Keine Angst, Ich will wieder gut sein, Montevideo und Fräulein Josefine waren Meilensteine.

Als Schauspieler wirkte er an vielen Bühnen- und Filmproduktionen mit. Etwa als Mitglied des Theaters in der Josefstadt in Tingel-Tangel und Außer Kontrolle (wo er auch die Musik beisteuerte), beim Statt-Theater in Männerschmerzen und Wiener Lust.

2005 war Hansi Lang im Wiener Metropol im Stück Mütter, 2008 in der Purkersdorfer Bühne in der Hauptrolle des „Allmächtigen” in Gottes Sekretärin zu sehen. Seit Anfang der 90er arbeitete Lang auch fürs Fernsehen, etwa in Kommissar Rex, Trautmann und SoKo Donau. 1998 erschien seine Live-CD. 2001 begeisterte er Publikum und Kritiker in der f@lco – a cyber show unter der Regie von Paulus Manker, gab den „Bettlerkönig” Peachum in der Dreigroschenoper im Theater im Rabenhof und begann als Gast-Star verschiedener Bands zu brillieren. 2005 erhielt Hansi Lang für das Projekt „The Slow Club” mit Thomas Rabitsch und Wolfgang Schlögl den österreichischen Musikpreis Amadeus.

2007 erschien sein Album Die Bucht von Wien mit H.C. Artmann-Vertonungen und eigenen Kompositionen.

Hansi Lang arbeitete an einem Solo-Album mit neuen Kompositionen.

www.hansilang.com